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Weltdiabetestag: Parodontitis und Diabetes

Am 14. November ist Weltdiabetestag! Seit 1991 wird dieser Tag von der Internationalen Diabetes-Föderation (IDF) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durchgeführt. Neben dem Welt-AIDS-Tag, ist der Weltdiabetestag der zweite Tag, der einer Krankheit gewidmet ist. Ziel des Tages ist, die Schaffung eines öffentlichen Bewusstseins für die damals schon weltweit steigende Zahl an Diabetes mellitus-Erkrankungen. Doch was haben die beiden Volkskrankheiten Parodontitis und Diabetes miteinander zu tun?

Paradontitis und Diabetes

Gemein haben die beiden Krankheiten, dass sie sich über die Jahre hinweg meist unbemerkt entwickeln. Kommen beide zusammen, verstärken sie sich gegenseitig, was zu fatalen Folgen führen kann. Zudem kann eine unbehandelte Parodontitis Allgemeinerkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Auch können unzureichende Mundhygiene und eine bestehende, nicht behandelte Parodontitis das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf durch Covid-19 erhöhen. Etwas über 7% der Erwachsenen in Deutschland sind Diabetiker und ca. die Hälfte aller Erwachsenen hat eine Parodontitis. Die Parodontitis zählt unter anderem auch als Folgeerkrankung einer Diabeteserkrankung.

Diabetes erhöht das Risiko für eine Parodontitis

Menschen mit einer Diabetes erkranken deutlich häufiger an einer Parodontitis, als Menschen ohne. Das liegt unter anderem am erhöhten Blutzuckerwert. Dieser begünstigt Entzündungen und dadurch kann eine Parodontitis leichter entstehen, sich stärker ausprägen und schneller voranschreiten. Diabetiker verlieren auch mehr Zähne durch eine Parodontitis als Nicht-Diabetiker.

Zudem können Durchblutungsstörungen zu einer schlechteren Immunabwehr und Wundheilung führen, wodurch eine Parodontitis-Behandlung nicht gut anschlagen würde. Mit richtiger Einstellung des Blutzuckerspiegels, kann das Risiko einer Paradontitis jedoch auf das Niveau eines Nicht-Diabetikers sinken.

Parodontitis verschlechtert die Blutzuckereinstellung

Sowie Diabetes das Risiko für Parodontitis erhöhen kann, kann umgekehrt eine unbehandelte Parodontitis die Insulinresistenz bei Diabetes fördern. Sollten die Bakterien vom Zahnfleisch in den gesamten Körper wandern, können sie auch dort Entzündungen auslösen. Dadurch werden die Insulinrezeptoren blockiert und Zucker aus dem Blut kann nicht mehr so gut in das Gewebe aufgenommen werden, wodurch die Blutzuckereinstellung erschwert wird. Es entstehen hohe Blutzuckerwerde und das Risiko für Folgeerkrankungen steigt drastisch.

Wichtig: Lassen Sie beide Erkrankungen abchecken!

Als Diabetiker sollten Sie neben einer guten Blutzuckereinstellung auch besonders auf Ihre Mundgesundheit achten. Zahn- und Hausarzt bzw. Internist sollten dabei eng zusammenarbeiten und Prävention/Behandlung einer Parodontitis sollte fester Bestandteil der Diabetesbehandlung sein. Viele Menschen mit Parodontitis wissen oft gar nicht, dass sie zusätzlich auch an Diabetes erkrankt sind. Daher sollte immer Beides gecheckt werde!

 

Haben Sie fragen rund um das Thema „Weltdiabetestag: Diabetes oder Parodontitis“? Dann sprechen Sie uns gerne in unserer Praxis Zahnklinik Dreiländereck in Rheinfelden an, wir beraten Sie gerne.

 

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